Vortrag
Digitalisierung und Automatisierung im Straßenbau – Potenziale für Qualität, Sicherheit und Effizienz (Plenarvortrag)
Markus Oeser (Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Bergisch Gladbach)
Freitag, 29. Mai 2026; 09:00 - 09:30 Uhr in Raum HSZ/0003

Kurzfassung:
Digitale Technologien ermöglichen eine präzisere Prozesssteuerung und tragen wesentlich zur Qualitätssteigerung im Straßenbau bei. In verschiedenen Projekten wurden praxisnahe Lösungen entwickelt, die beispielsweise den Einbauprozess durch Temperaturüberwachung mittels Lasersensorik, GNSS-basierte Positionsbestimmung, automatische Einbaubreitenregulierung und Verdichtungsüberprüfung und kameragestützte Umfeldüberwachung optimieren.
Die Digitalisierung bildet die Grundlage für (teil-)automatisierte Abläufe. Viele relevante Prozessinformationen liegen bislang nur analog und punktuell vor. Die kontinuierliche digitale Erfassung von Materialkennwerten entlang des Stoffstroms erlaubt eine gezielte Übergabe an nachgelagerte Prozessschritte und damit eine adaptive Maschinensteuerung. Dies erhöht die Effizienz, verbessert die Verarbeitung des eingebauten Materials und unterstützt nachhaltige Bauweisen. Zudem liegen in der Automatisierung Möglichkeiten, Arbeiter von potentiell gefährlichen Situationen fernzuhalten.
Die BASt begleitet diese Entwicklung durch anwendungsorientierte Forschung. Auf dem duraBASt-Innovationsgelände können unter realen Bedingungen und mit simulierter Verkehrslast neue Verfahren großmaßstäblich getestet werden. Sensorik und digitale Technologien ermöglichen dabei eine Verknüpfung von Realversuch und digitalem Abbild zur Bewertung innovativer Bauprozesse im Straßenbau.
In der Sitzung:
PL04: Plenarvorträge 4 und 5
Freitag, 29. Mai 2026; 09:00 - 10:00 Uhr in Raum HSZ/0003
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